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Die Spielzeit beträgt bei einem regulären Pflichtspiel insgesamt 90 Minuten, wobei es nach 45 Minuten eine 15-minütige Pause gibt. Die zwei Hälften werden auch als 1. und 2. Halbzeit genannt. In der Praxis läuft das Spiel allerdings immer länger als die angedachten 90 Minuten, da es durch Spielverzögerungen, Verletzungspasuen und mehr zu Nachspielzeiten kommen kann, die in der 1. Halbzeit etwa 1 Minute und in der 2. Halbzeit 2-3 Minuten dauern kann. Bei einem K.O.-Spiel, bei dem zwingend ein Gewinner ermittelt werden muss, kann es bei einem Unentschieden zu einer Verlängerung von 2 mal 15 Minuten kommen.

Jedes Team muss mit einem Spielführer auf das Feld gehen, der symbolisch mit einer Kapitänsbinde gekennzeichnet wird. Er ist der Mann, der für den Schiedsrichter der erste Ansprechpartner ist und in der Regel auch das Team auf dem Feld anweist, er ist sozusagen der längere Arm des Trainers. Ein Spielführer wird in der Regel nur ein sehr professioneller und verantwortungsvoller Spieler, der meist schon einige Jahre Erfahrung hat und schon etwas länger im Team ist. Neben dem Spielführer kann es noch weitere Führer geben, wie zum Beispiel den Abwehrchef, der für die Koordination der Abwehr sorgt.

Das Spielfeld ist das Feld, auf welchem das komplette Spiel verbracht wird. Dazu zählt nur der Raum innerhalb der Seitenbegrenzungen, die Trainerzone und die Ersatzbänke zählen also nicht dazu. In den Profi-Ligen besteht das Feld aus Rasen, in den Jugendligen findet man dagegen auch hin und wieder Sandplätze bzw. Hartplätze vor. Anders als in vielen anderen Sportarten gibt es im Fußball keine einheitliche Spielfeldgröße, es gibt lediglich Vorgaben zu Minimumgröße und Maximalgröße. In der Länge wird als Mindestgröße 90 Meter vorausgesetzt, in der Breite 45 Meter. Als Maximalgrößen gelten 120 Meter mal 90 Meter. Betrachtet man die Flächen dieser beiden Grenzen, ergibt sich ein sehr großer Unterschied, denn mit 10800 Quadratmeter ist der maximalgroße Platz mehr als doppelt so groß als das kleine Feld mit nur 4050 Quadratmeter. Auf dieser Fläche gibt es weitere Unterteilungen, wie der Mittelkreis, der Strafraum und die Mittellinie.

Die Seitenwahl findet stets zu Beginn eines Fußballspiels statt. Die zwei Spielführer der Mannschaften treffen sich am Mittelkreis, der Schiedsrichter wirft eine Münze und der Spielführer der Gastmannschaft darf sich für eine Farbe entscheiden. Je nachdem ob seine Farbe kommt oder nicht, darf er sich für eine Seite entscheiden. Die andere Mannschaft hat automatisch Anstoss. Nach der Halbzeit werden sowohl die Platzseite als auch der Anstoss an die andere Mannschaft übertragen. In der Regel spielt eine Heimmannschaft immer in der selben Reihenfolge zuerst auf dieser, dann auf der anderen Seite. Das wird aus Respekt des Gegners auch meistens so hingenommen, so dass er sich immer für die Seite entscheidet, wo der Gegner erst in der 2. Halbzeit spielen möchte.

Die Schwalbe ist ein sehr unsportliches Mittel im Fußball, in dem der Spieler vortäuscht, gefoult worden zu sein. Mit dieser Vortäuschung wird gerne versucht, einen Strafstoß für die eigene Mannschaft rauszuholen oder auch einen Freistoß aus guter Schussposition. Sollte dem Schiedsrichter auffallen, dass der Spieler eine ganz klare Schwalbe versucht, in dem er zum Beispiel vom Boden abspringt ohne weit und breit vom Gegenspieler getroffen zu werden, muss er dem „Schwalbenkönig“ eine Gelbe Karte zeigen. Wenn ein Spieler oft eine Schwalbe versucht, spricht sich das rum und er läuft Gefahr bei einem richtigen Foul nicht geschützt zu werden, da man dem Spieler tendenziell nicht mehr glaubt.

Wenn es bei einem Fußballspiel schneit und das Schnee auf dem Spielfeld liegen bleibt, kann das Spiel sehr rutschig und unschön werden. Der Ball kommt oft nicht mehr beim Pass zum Mitspieler an, weshalb die Mannschaften dann häufig hohe Bälle schlagen. Da diese Pässe aber lange in der Luft sind, kann sich der Gegenspieler immer besser darauf einstellen und so kommt kein allzu guter Spielfluss zustande. Des Weiteren werden beim Schneespiel stets rote Bälle genommen, um ihn besser erkennen zu können. Die Linien wie etwa die Strafraumlinien werden werden meistens freigeräumt. Sollte es dann im Spiel so stark weiter schneien, dass die Linien wieder unerkenntlich werden, wird vom Schiedsrichter eine Pause einberufen, um die Linien wieder freizuschippen. Ganz so schlimm wird es zum Glück nicht häufig, da die oberen Profivereine der verschiedenen Ligen oft eine Rasenheizung haben und so schon im Vorfeld das meiste des Schnees verschmilzt.

Wenn ein Ball vom Fußballspieler so getroffen wird, dass er keine strikte und gerade Fluglaufbahn nimmt, sondern eine kleine Kurve zieht, so spricht man umgangssprachlich von Schlenzen. Wenn ein Stürmer zum Beispiel auf den gegnerischen Torhüter zuläuft und den Ball mit einer Kurvenflugbahn an ihm vorbei schießt, spricht man von einem Schlenzer. Der Schlenzer ist auch bei einem Freistoß sehr beliebt, da dieser bei guter Ausführung gefährlicher werden kann als ein gerader Schuss über die Mauer

Ein Fußballspiel unterliegt immer bestimmten Regeln. Dass diese Regeln auch von den Spielern sowie auch von den Trainern eingehalten werden, wurde ein Schiedsrichter ins Leben gerufen. Ein Schiedsrichter leitet also das Spiel und achtet darauf, dass keine Regelverstöße gemacht und tut diese unter Umständen mit einer gelben oder Roten Karte bestrafen. Außerdem pfeift ein Schiedsrichter ein Spiel an, pfeift zur Halbzeit und beendet auch das Spiel. Viele Entscheidungen liegen im Ermessen des Schiedsrichter, so wird die Nachspielzeit zum Beispiel von dem sogenannten Vierten Offiziellen vorgeschlagen, diese gilt aber nur als Richtwert und der Schiedsrichter könnte darauf auch noch 1 Minute zuschlagen. Neben dem Vierten Schiedsrichter gibt es noch 2 Linienrichter, die auf je einer Spielfeldseite hauptsächlich darauf achten, dass keiner der Spieler im Abseits steht, aber auch bei Fouls und anderen Regelverstößen den Schiedsrichter darauf hinweisen können. In aller Regel pfeift der Schiedsrichter auch das, was ihm der Linienrichtiger hinweist, die letzte Entscheidung liegt aber bei ihm selbst.

Eine Saison ist im Fußball immer eine Spieldauer von ca. 10-11 Monaten. Innerhalb dieser Saison werden alle Meister, Europapokal-Teilnehmer und Absteiger ermittelt. Wenn eine Saison zu Ende ist, folgt je nach Land eine lange Sommer- oder Winterpause und danach beginnt die neue Saison. In der deutschen Bundesliga dauert die Saison ca. 9 Monate, wobei nach diesen 9 Monaten eine Sommerpause statt findet. Innerhalb der Saison gibt es auch noch Länderspielpausen sowie eine Winterpause. Sobald die komplette Spielzeit abgelaufen ist, beginnt die Transferperiode und die Zeit, in der sich die Mannschaften in den wohlverdienten Urlaub verabschieden. Aber auch im Urlaub arbeitet der Verein und trifft Vorbereitungen für die nächste Saison. Die Spieler fangen nicht erst mit der neuen Saison wieder an zu arbeiten, sondern bereiten sich ca. 6 Wochen davor schon in der Saisonvorbereitung vor.