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Eine Standardsituation ist im Fußball jede Situation, in der der Ball aus einer ruhenden Position zurück ins Spielgeschehen gebracht wird. Dies ist beim Eckball, beim Freistoß, beim Elfmeter und beim Abstoß der Fall. Aus einem Abstoß entsteht in der Regel kein Tor, aber aus den anderen Standardsituationen können an jedem Spieltag viele Tore entstehen.
Es gibt immer wieder Mannschaften, die besonders viele Tore nach Standards erzielen und auf der anderen Seite Mannschaften, die nach einem gegnerischen Standard besonders viele Gegentore kassieren. Standards kann man intensiv im Training üben und wird so vor allem bei spielschwächeren Mannschaften immer wieder gerne als Waffe gegen scheinbar übermächtige Gegner verwendet.

Im heutigen Fußball gibt jeder Sieg 3 Punkte, insofern gibt es auch kein Sechspunktespiel. Wenn man aber etwas weiter denkt, können solche Spiele, in denen es scheinbar um 6 Punkte geht, durchaus vorkommen. Angenommen, eine Mannschaft steckt mit 30 Punkten mitten im Abstiegskampf und hat als nächsten Gegner einen direkten Konkurrenten, der nur 2 Punkte Vorsprung hat. Da es zwischen diesen Teams sehr eng ist, spricht man von einem Sechspunktespiel, aber warum?
Wenn die eigene Mannschaft gewinnt, hat man 33 Punkte und hat somit 1 Punkt mehr als der Gegner. Die Punktedifferenz beträgt also +1 Punkt. Wenn allerdings die eigene Mannschaft verliert, bleibt sie bei 30 Punkten und der Gegner erhöht seine Punkte auf 35. Die Punktedifferenz zum Gegner beträgt in diesem Fall -5 Punkte. Zwischen dem schlechtesten Ausgang (-5 Punkte) und dem besten Ausgang (+1 Punkte) liegen 6 Punkte dazwischen, weshalb sich der Begriff Sechspunktespiel durchgesetzt hat.

Wenn man ein Fußballspiel beobachtet, erkennt man schnell, dass die Angriffe einer Mannschaft nicht nur über eine Seite ausgeführt werden, sondern dass jedes Team in der Regel auch die Seiten wechselt. Wenn die komplette Mannschaft sich dabei während eines Spielzugs von der linken Seite auf die rechte Seite umstellt, spricht man von einer Spielverlagerung.
Eine Spielverlagerung kann dazu führen, dass die verteidigende Mannschaft, die darauf mit Schieben reagieren muss, Lücken zulässt und damit dem angreifenden Team eine gute Chance gibt, sich eine gefährliche Torchance zu erarbeiten.

Während sich in der Torschützenliste nur jene Spieler eintragen dürfen, die auch selbst Tore erzielt haben, kommen in die Listen der Topscorer auch alle Spieler, die Tore vorbereitet haben. In der Topscorer-Liste befinden sich also alle Spieler, die am finalen Zug vor einem Tor einen Beitrag geleistet haben – Der Vorlagengeber und der Torschütze. Für jede Vorlage und für jedes Tor gibt es einen Scorerpunkt.
Diese Messung ist fairer als das reine Zählen von Toren, denn auch wenn es einen Stürmer mit 20 Toren gibt, gibt es vielleicht auch einen Stürmer, der nur 15 Tore, aber dafür 6 Vorlagen gegeben hat. Er würde dann mit 21 Scorerpunkten vor dem 20-Tore-Stürmer stehen.

Wenn man im Fußball von einer Spielanlage spricht ist weder das Stadion, noch die Flutlichtanlage gemeint, sondern die taktische Ausrichtung des Teams.
Wenn eine Mannschaft offensiv spielt, hört man deswegen oft auch davon, dass die Mannschaft eine offensive Spielanlage hat. Dabei ist weniger die Formation gemeint, die selbst auch offensiv sein kann, sondern die reine Taktik bzw. das Vorhaben, wie die Mannschaft das Spiel bestreiten will.
Offensive Spielanlagen sind naturgemäß starken Kontern ausgesetzt und so kann es sein, dass sie nicht das ganze Spiel durchgezogen wird sondern die Spielanlage durchaus auch angepasst werden kann.

Eine Fußball-Mannschaft besteht immer aus verschiedenen Bereichen. Einer davon ist der bzw. sind die Stürmer. Die Stürmer stehen in vorderster Front einer Mannschaft und sind hauptsächlich für das Toreschießen verantwortlich. Bei vielen Mannschaften müssen sie aber auch nach hinten arbeiten und die Mannschaft im defensiveren Spiel unterstützen. Es gibt viele verschiedene Stürmertypen, so etwa den spielenden Stürmer, der sich viel bewegt und sich die Chancen auch selbst heraus spielt. Zum anderen gibt es auch einen Stoßstürmer, der bei einem Angriff stets vorne wartet und meist auf Flanken seiner Mitspieler wartet. Eine hängende Spitze quirlt dagegen viel außerhalb des Strafraums umher. Eine Mannschaft hat in der Regel 1-3 Stürmer auf dem Spielfeld.

Der Strafraum wird häufig auch als 16-Meterraum oder abgekürzt, als 16er, benannt. Der Grund dafür sind die Maße, in denen der wichtige Raum um beide Tore gezogen wird. Sowohl in der Breite als auch in der Länge misst der Strafraum 16 Meter. Der Name Strafraum ist ebenso passend, weil ein Spieler hierin besonders bestraft wird, wenn er einen Gegenspieler foult und gleichzeitig zur verteidigenden Mannschaft gehört. Wird ein angreifender Spieler im Strafraum gefoult, erhält seine Mannschaft nämlich einen Strafstoß, der vom 11 Meter-Punkt ausgeführt wird. Unter Umständen gibt es auch eine rote Karte, immer dann, wenn es sich um eine Notbremse handelt.

Mit Stollen ist im Fußball nicht das Gebäck gemeint, sondern die Erhöhungen, die sich auf der Unterseite eines Fußballschuhs befinden. Diese haben den Sinn und Zweck, dass sich die Fußballspieler auf dem Rasen besser halten können und insbesondere bei nassen und rutschigen Rasen nicht ständig ausrutschen, wie man es mit gewöhnlichen Schuhen täte. Deutschland war die erste Nationalmannschaft, die im Jahre 1954 Schraubstollen (von Adidas) verwendete und damit auch beim Wunder von Bern Weltmeister wurden.

Das Stellungsspiel nimmt im Fußball eine große Rolle ein, insbesondere als Verteidiger ist man dazu gezwungen, ein sehr gutes Stellungsspiel zu besitzen. Die Innenverteidiger dabei noch mehr als die Außenverteidiger. Mit Stellungsspiel ist ein Teil des Spiels ohne Ball gemeint, man muss sich immer so positionieren, dass man bestmöglich bei der nächsten Aktion handeln kann, also sowohl den Gegenspieler als auch die Lücken im Auge haben, durch die zum Beispiel ein Steilpass gespielt werden könnte.

Bei einem Steilpass spielt ein Spieler den Ball nicht direkt auf den Fuß des Mitspielers, sondern in die Tiefe beziehungsweise in den Lauf. Das hat den Vorteil, dass der Mitspieler beim Annehmen des Balles schon bei seiner Höchstgeschwindigkeit angekommen ist und nicht erst mit dem Rennen starten kann, wenn der Ball bei ihm ist. Ein Steilpass muss gut getimed sein, denn der Gegner kann ihn bei schneller Reaktion auch gut abfangen, woraus leicht ein Konter entstehen könnte.