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In der Relegation der deutschen Bundesliga wird durch zwei finale Spiele entschieden, welches Team in der nächsten Saison eine Klasse höher spielt und welches Team eine Klasse niedriger spielen muss.
Es gibt bei der Relegation ein Hin- und ein Rückspiel, in denen beide Teams je einmal das Heimrecht haben. Der Verlierer über beide Spiele muss in der kommenden Saison in der niedrigeren Spielklasse antreten. Verloren hat die Mannschaft die bei Addition beider Spielergebnisse weniger Tore erzielt hat. Wenn beide Mannschaften gleich viel Tore erzielt haben, entscheidet, welche Mannschaft mehr Auswärtstore hat. Ist auch hier alles gleich, geht es in die Verlängerung.

Ein Rückpass ist ein Pass, der zurück in Richtung des eigenen Tores gespielt wird. Er ist oft das letzte Mittel, wenn eine Mannschaft unter dem Druck von starkem Pressing der Gegenmannschaft steht oder wenn keine anderen Spieler, die weiter vorne stehen, anspielbar sind. Ein Rückpass kann in solchen Fällen ein probates Mittel sein, birgt aber auch Risiken. Wird der Pass ungenau oder zu schwach zurück gespielt, kann sich ein schneller Gegenspieler, der schon auf dem Weg in die selbe Richtung ist, den Ball schnappen und auf das gegnerische Tor zulaufen. Wenn ein Rückpass zum eigenen Torhüter gespielt wird, darf dieser den Ball nicht mit den Händen aufnehmen, zumindest dann, wenn es sich um einen absichtlichen Rückpass handelt.

Die Rote Karte ist die härteste Strafe, die ein Spieler während des Spiels erhalten kann. Sie wird vom Schiedsrichter immer dann gezogen, wenn ein Spieler bei einem Foul eine schwere Verletzung des Gegenspielers in Kauf nimmt, was häufig bei einer sogenannten Blutgrätsche der Fall ist. Die Rote Karte wird auch bei einer Tätlichkeit gezogen und auch immer dann, wenn ein Spieler eine Notbremse vollzieht oder mit einem absichtlichen Handspiel ein klares Tor des Gegners verweigert. Sobald ein Spieler die Rote Karte gezeigt bekommen hat, muss er das Spielfeld sofort verlassen und sein Team spielt von da an in Unterzahl. Nach der Partie wird vom Sportgericht entschieden, wie lange der Spieler gesperrt bleiben wird. Wenn ein Spieler innerhalb eines Spiels zwei mal die Gelbe Karte gezeigt bekam, bekommt er anschließend gleich die Rote Karte zu sehen. Dies ist aber genau genommen keine Rote Karte, sondern wird als Gelb-Rote Karte gewertet.

Ein Reservist ist im Grunde nichts anderes als ein Ersatzspieler, der immer dann zum Zuge kommt, wenn der Trainer eine Auswechslung eines anderen Spielers vornimmt. Viele Spieler geben sich mit der Reservistenrolle nicht zufrieden, weil sie natürlich so viel wie möglich spielen möchten. Diese Spieler können dann unter Umständen bei einem neuen Verein unter Vertrag kommen und sind dort plötzlich Stammspieler. Ein Reservist muss also keineswegs ein schlechter Spieler sein, sondern kann auch einfach nur das Pech haben, dass er nicht in das taktische Konzept eines Trainers passt und es darum vielleicht nicht mal in den Kader schafft. Ein Ersatzspieler steht dagegen in der Regel immer im Kader, das ist der feine Unterschied zwischen einem Reservisten und Ersatzspieler, wobei im Allgemeinen beide Begriffe aber synonym verwendet werden.

Wie in jeder anderen Sportart gibt es auch im Fußball Regeln, um das Spiel fair für alle Parteien gestalten zu können. An diese Regeln hat sich jedes Team zu halten, ansonsten drohen Strafen in verschiedenen Variationen. Die Regeln kann man unterteilen in Regeln außerhalb des eigentlich Spiels und Regeln, die während des laufenden Spiels zu befolgen sind. Zu ersterem gehören zum Beispiel Standards, dass jeder Spieler Fußballschuhe mit zugelassenen Stollen tragen muss und dass in den deutschen Ligen ein Verein mindestens 12 deutsche Lizenzspieler unter Vertrag haben muss. Die Regeln, welche von den Teams während des Spiels zu beachten sind, sind weit geläufiger. Hier kann man die Beispiele nennen, dass ein Feldspieler nicht mit der Hand zum Ball gehen darf und dass man den Gegenspieler nicht unsportlich vom Ball trennen darf. Bei solchen Regelverstößen drohen Strafen wie Freistöße oder Karten. Bei den Regelverstößen außerhalb des Platzes können dagegen Punktabzüge, hohe Geldstrafen oder sogar Lizenzentzüge drohen.

Die Raute ist nicht nur ein mathematischer Körper, sondern auch im Fußball sehr präsent. Genau genommen ist sie hier auch als die bekannte Körperform zu verstehen, vier Spieler bilden dabei die vier Ecken. Es gibt einen offensiven Mittelfeldspieler, einen defensiven Mittelfeldspieler und je links und rechts einen Außenspieler. Da diese Form offensichtlich an eine Raute erinnert, hat diese Formation diesen Namen bekommen. In der Regel findet man die Raute in einem 4-4-2 System, was bedeutet, dass neben der Raute im Mittelfeld noch viert Verteidiger und 2 Stürmer existieren. Die Besonderheit einer Raute ist, dass der offensive Mittelfeldspieler, auch Zehner genannt, die Fäden im Angriffsspiel in die Hand nimmt und die Stürmer dadurch erst in Aktion treten, wenn der Ball in Tornähe ist. Würde ein Team mit zwei Sechsern (defensive Mittelfeldspieler) auflaufen, gäbe es im vorderen Mittelfeld keinen Spielmacher und entsprechend müsste sich mindestens ein Stürmer fallen lassen um den Ball „abzuholen“.

Bei der Raumdeckung versucht die Mannschaft, den freien Raum so gut abzudecken, dass sich die gegnerische Mannschaft darin nicht oder nur schwer entfalten kann. Im Gegensatz zur Manndeckung hat man in der Raumdeckung keinen direkten Gegenspieler. Vielmehr versucht die verteidigende Mannschaft beim Prinzip der Raumdeckung, immer in der Ballnähe Überzahlsituationen zu schaffen, um sofort Druck ausüben zu können, sobald der Gegner an den Ball kommen sollte. Das erfordert jedoch viel Arbeit im Kollektiv, da es nicht reicht, wenn nur zwei Verteidiger daran mitarbeiten, es muss in solch einem Fall viel von allen Verteidigern gleichzeitig verschoben werden.