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Vor dem Spielanpfiff treffen sich die zwei Kapitäne bzw. Spielführer der Mannschaften und der Schiedsrichter an der Spielfeldmitte und begrüßen sich. Neben der Begrüßung wird auch entschieden, welche Mannschaft Anpfiff hat und welche Mannschaft auf welcher Spielfeldseite spielt. Diesen Prozess nennt man Platzwahl.
Per Münzwurf wird entschieden, welcher Kapitän zuerst seinen Wunsch äußern darf und der „Gewinner“ entscheidet auf welche Seite sein Team zuerst spielen will. Nach der Halbzeit werden die Seiten getauscht, so dass letztendlich beide Teams je einmal nach links und einmal nach rechts spielen.

Ein Punktspiel wird auch oft als Pflichtspiel bezeichnet, weil es kein Freundschaftsspiel oder Testspiel ist, sondern ein Spiel, bei dem man Punkte für einen Wettbewerb sammeln kann. Würde man an diesem Spiel nicht teilnehmen, würde man keine Punkte bekommen, weshalb es quasi Pflicht ist, an dem Spiel teilzunehmen. Punktspiele gibt es in der Liga ebenso wie in internationalen Wettbewerben, wo es eine Tabelle gibt – Zum Beispiel in der Gruppenphase der Champions League. Das Gegenteil von Punktspielen sind K.O.-Spiele, hier sammelt man keine Punkte für eine Tabellenwertung, sondern muss gewinnen, um eine Runde weiter zu kommen. Auch diese K.O.-Spiele sind Pflichtspiele. Entsprechend sind Punktspiele immer Pflichtspiele, Pflichtspiele aber nicht zwingend Punktspiele.

Von Punktgleichheit spricht man immer dann, wenn zwei Teams die gleiche Anzahl an Punkten haben. Mitten in der Saison stellt das noch kein Problem dar, aber nach dem letzten Spieltag muss jeder Platz eindeutig vergeben sein, also muss man weitere Wertungsmöglichkeiten haben. Diese unterscheiden sich von Wettbewerb zu Wettbewerb. In der Bundesliga wird bei Punktgleichheit die Tordifferenz herangezogen, also die Differenz zwischen geschossenen Toren und den Gegentoren. Die Mannschaft mit der höheren Differenz steht vor der anderen Mannschaft. Ist aber neben den Punkten auch noch die Tordifferenz identisch, wird als nächstes geschaut, wer mehr Tore selbst erzielt hat. Ist auch das identisch, zählt der direkte Vergleich zwischen diesen Teams in der aktuellen Saison.

Pressing bedeutet auf Deutsch übersetzt soviel wie Drückend und das beschreibt auch die taktische Spielweise namens Pressing. Beim Pressing versucht man, das gegnerische Team stets unter Druck zu halten und vor allen Dingen immer auf den ballführenden Spieler zuzugehen. Damit sorgt man dafür, dass sich der gegnerische Spieler nie in Ruhe auf das Spiel konzentrieren kann, sondern immer möglichst schnell den Ball durch einen Pass weiterspielen muss. Dadurch können Fehlpässe entstehen, aus denen man dann selbst einen Konter starten kann. Da ein Team beim Pressing stets in Bewegung ist, erfordert diese Spielweise eine hohe Kondition und eine Kämpfernatur.

Vom Platzverweis spricht man im Fußball immer dann, wenn ein Spieler entweder eine Rote Karte oder eine Gelb-Rote Karte bekommt. Er wird dann des Platzes verwiesen und darf am Rest des Spieles nicht mehr teilhaben. Ein Spieler, der einen Platzverweis bekommt, schadet nicht nur sich selbst, sondern auch der Mannschaft, da er nicht durch einen anderen Spieler ersetzt werden darf. Die Mannschaft des Spielers spielt den Rest des Spiels also in Unterzahl. Neben einem Spieler kann aber auch ein Trainer oder anderer Vereins-Mitarbeiter des Platzes verwiesen werden. Hier wird aber keine Karte gezeigt, sondern der Platzverweis mündlich ausgesprochen. In solch einem Fall muss der Trainer (wenn er den Platzverweis bekam) den Rest des Spiels von der Zuschauertribüne aus beobachten, der Co-Trainer übernimmt dann die Teamleitung.

Der Pfosten ist der äußere Rand eines Tores. Jedes Tor hat zwei Pfosten, je einen auf jeder Seite. Er dient als Abgrenzung des Tores und zugleich als Netzhalter, denn hinter dem Pfosten befinden sich Ösen, in denen das Tornetz eingehakt wird. Damit es keine Verletzungen geben kann, sind die Pfosten heutzutage rund, früher gab es noch eckige Pfosten, die entsprechend Kanten aufwiesen. Der Innenraum eines Pfosten ist hohl, das Material, aus dem der Pfosten gemacht ist, ist Aluminium. Man spricht daher statt vom Pfosten- oder Lattentreffer auch gerne vom Aluminiumtreffer. Die Latte hat die gleichen Eigenschaften wie der Pfosten, befindet sich aber am oberen Rand des Tores.

Ein Pass ist im Fußball ein Zuspiel eines Spielers zu seinem Mitspieler. Dabei zielt er mit dem Ball genau auf seinen Mitspieler, wobei es wichtig ist, ihn je nach Spielsituation anders anzuspielen. Es gibt daher verschiedene Arten eines Pass. Ein gängiger Pass ist der Kurzpass, hier geht man wenig Risiko ein und spielt den Ball nur über wenige Meter auf den Fuß des Mitspielers. Ein sehr offensiver Pass ist ein Pass in die Tiefe, hier wird der Mitspieler nicht direkt angespielt, sondern bekommt den Ball weit vor das gegnerische Tor gespielt und er muss dort vor seinem Gegenspieler sein. Ein Steilpass ist etwas ähnliches. Von einem Querpass spricht man, wenn man den Ball quer zum Mitspieler spielt. Das kann zum Beispiel in einer Gefahrensituation der Fall sein oder wenn man wegen des gegnerischen Pressing unter Druck steht.