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Das Schiedsrichtergespann besteht im Kern aus 4 Leuten: Dem Schiedsrichter, dem Vierten Offiziellen und aus 2 Linienrichter. Ein Linienrichter bekommt eine Spielfeldhälfte zugeteilt, in dem er darauf zu achten hat, wer den Ball ins Aus befördert und vor allem, ob ein Team ins Abseits läuft. Vor allem bei der Frage, ob ein Spieler im Absteits stand oder nicht, steht der Linienrichter oft im Mittelpunkt des Geschehens. Die Spieler der benachteiligten Mannschaft stürmen dann regelrecht auf den Linienrichter zu und machen ihrem Unmut Luft.
Um seine Entscheidungen anzuzeigen, hebt der Linienrichter seine Fahne. Im Griff der Fahne hat er zudem einen Knopf, mit dessen er das Oberarmband des Schiedsrichters vibrieren lassen kann um auf sich aufmerksam zu machen. Neben den genannten Entscheidungen kann es ein, dass der Linienrichter auch vom Schiedsrichter zu Rat gezogen wird, wenn es um Fouls oder Tätlichkeiten geht, die der Schiedsrichter möglicherweise gar nicht oder nicht richtig gesehen hat.

Eine Loge ist ein besonders hochwertiger Sitzplatz in einem Stadion. In der Regel ist ein Logenplatz beheizt und überdacht. Im Gegensatz zu den normalen Sitzplätzen oder gar zu den Stehplätzen hat man bei einer Loge zudem mehr Platz. Auch bei den Logen gibt es verschiedene Kategorien, so gibt es zum Beispiel Privatlogen als auch Gemeinschaftslogen.
Der große Nachteil bei einer Loge ist, dass man von den stimmungsmachenden Fans ein ganzes Stück entfernt ist und so nicht das klassische Stadionfeeling aufkommt. Dafür bekommt man vor und nach dem Spiel ein interessantes Rahmenprogramm geboten, leckeres Essen vom Buffet und Trinken inklusive.
Ein günstiger Stehplatz in der Fankurve kostet ca. 15 €, die Logenplätze fangen bei 300 € pro Tag an und können mehrere Tausende pro Spieltag kosten.

Von Lupfen spricht man dann, wenn ein Fußballspieler den Ball über den Torhüter oder einen gegnerischen Spieler lupft beziehungsweise anhebt. Beim Lupfen wird der Ball nicht wie sonst mit einem kräftigeren Schuss befördert, sondern nur mit dem Vollspann oder der Fußspitze angehoben. Dabei geht man leicht mit dem Fuß unter den Ball und hebt dann den Fuß an. Durch diese Bewegung kann der Ball innerhalb kurzer Entfernung sehr hoch fliegen. Damit kann man zum Beispiel ein Tor erzielen, wenn der Torhüter weit vor seinem eigenen Tor steht und schon auf dem Weg nach unten auf den Boden ist.

Ein Spieler, der sich auf der Außenbahn befindet, darf sich als Rechtsaußen oder Linksaußen nennen. Meist ist das ein sehr offensiv ausgerichteter Spieler, der viel am Angriff der eigenen Mannschaft teilnimmt, es kann aber auch ein Verteidiger sein, der nur gelegentlich mit nach vorne geht und Flanken in den gegnerischen Strafraum schlägt. Interessant ist, dass es besonders in Deutschland auf der rechten Seite stärkere Spieler gibt als auf der linken Seite, das gilt besonders für die linke Außenverteidiger-Position.

Ein Libero ist ein Spieler, der sich in der Defensive einer Mannschaft befindet und dabei keinen direkten Gegenspieler hat. Somit ist der Libero frei und im Grunde auch positionsunabhägnig, kann sich also frei auf dem Spielfeld bewegen. Daher kommt auch der Name Libero, der von liberale (frei) abstammt. Ein sehr bekannter Libero war Franz Beckenbauer zu seiner aktiven Zeit, da er auch als sehr offensiver Spieler bekannt ist, sieht man, wie ein Libero seine Aktionsradien frei einteilen kann. Heutzutage hat man in der Regel keinen Libero mehr, sondern vielmehr eine feste Abwehrkette, in denen jeder Abwehrspieler seinen Gegenspieler hat oder mit an der Raumdeckung teil nimmt.

Die Latte eines Tores, die häufig auch Querlatte genannt wird und die obere Grenze des Tores darstellt und die zwei Pfosten werden durch das Lattenkreuz verbunden. Es ist somit die äußere und zugleich oberste Grenze eines Tores und zwar auf beiden Seiten. Das Material, aus dem das Lattenkreuz besteht, ist Aluminium, im Inneren des Aluminiumgehäuses ist nichts zu finden. Das Lattenkreuz ist bei Freistößen ein besonders beliebtes Ziel, aber nicht um das Lattenkreuz direkt zu treffen, sondern kurz darunter in das oberste Toreck – Man spricht hierbei auch vom Winkel. Wenn ein Freistoß-Schütze direkt in den Winkel trifft, ist es für den Torhüter fast unmöglich, an den Ball zu kommen.

Neben dem Pfosten als Teil des Aluminiumgehäuse am Tor gibt es noch die Latte. Während der Pfosten links und rechts an den Außenseiten des Tores zu finden sind, stellt die Latte die obere Grenze des Tores dar. Fliegt der Ball an die Latte und von dort zurück ins Spiel, wird so weiter gespielt als ob nichts gewesen wäre. Wenn der Ball über die Latte fliegt, gibt es Eckball oder Abstoß – Je nachdem, wer den Ball als letztes berührt hat. Die Latte kann aber auch als Hilfe bei Toren dienen, nämlich dann, wenn der Ball von der Unterkante der Latte ins Tor prallt – So passieren häufig Traumtore.

Der Innenpfosten ist der innere Teil des Pfosten, ähnlich wie die Unterkante der Latte. Er besteht aus Aluminium und dient als Abgrenzung des Tores. Wenn der Ball nur an den Pfosten geht, passiert in der Regel nichts weiter schlimmes, der Ball rollt ins Aus oder ins Spielfeld zurück wo er geklärt werden kann. Bei einem Aufprall am Innenpfosten kann der Ball aber eine derart gefährliche Flugbahn einnehmen, dass er direkt vom Innenpfosten ins Tor rollt. Es gab auch schon kuriose Tore, bei denen der Ball zuerst den einen Innenpfosten berührt hat, dann auf der Linie entlang zum Innenpfosten auf der anderen gerollt ist und von dort ins Tornetz hinter der Linie.