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Leider kommt es im Fußball hin und wieder vor, dass sich die Fans einer Mannschaft derart daneben präsentieren, dass eine kleine Geldstrafe nicht mehr ausreicht. Eine der härtesten Strafen für eine Mannschaft ist der Zwang, ein eigenes Heimspiel im leeren Stadion austragen zu müssen. Dies nennt sich dann ein Geisterspiel.
Im Geisterspiel hat die Auswärtsmannschaft den Vorteil, dass der Support für den Gastgeber fehlt. Zum zweiten muss die Heimmannschaft bzw. der Verein bei einem Geisterspiel auf viele Einnahmen verzichten, die in jedem Verein in der Regel fest mit einkalkuliert werden. Im Vergleich zu einer Geldstrafe hat der Verein beim Geisterspiel also wesentlich größere finanzielle Konsequenzen und zudem kommt noch der sportliche Nachteil hinzu.

Der Gästeblock ist im Fußballstadion ein abgetrennter Bereich, der speziell für die Fans der Gastmannschaft reserviert ist. Er befindet sich immer weit vom Fanblock der Heimfans entfernt, um Schlägereien und Randalen vorzubeugen. Typisch für einen Gästeblock ist, dass hier meist viele Gesänge, Fahnen und Plakate zu hören bzw. zu sehen sind. Nach dem Abpfiff des Spiels werden die Zuschauer meistens gebeten, noch im Stadion zu bleiben und erst wenn das Stadion fast leer ist, werden die Gästefans hinaus begleitet, was der Sicherheit dient, um Aufeinandertreffen der teils verfeindeten Fangruppierungen zu vermeiden.

Wenn ein Spieler am Boden entlang rutscht und die Beine voraus hat, um an den Ball zu kommen, spricht vom Grätschen. Mit einer zeitlich gut abgestimmten Grätsche kommt man schneller an den Ball, als wenn man erst zum Ball hin rennen muss. Wenn der Ball gerade am Fuß des gegnerischen Spielers ist, muss man bei einer Grätsche immer aufpassen, dass man nicht zu spät kommt und falls man den gegnerischen Spieler berührt, zuvor unbedingt den Ball berührt haben muss, ansonsten gibt es ein Foul und eine Standardsituation für den Gegner. Bekannt ist auch die gefährliche Grätsche mit dem gestreckten Bein, bei der die Beine ganz ausgestreckt sind. Es sollte immer mindestens ein Bein zurückgezogen sein und das andere Bein niemals ganz ausgestreckt, sondern leicht angewinkelt so dass man es auch zurück ziehen kann.

Von einer Granate spricht man im Fußball, wenn ein Spieler einen starken und gut auf das Tor gebrachten Fernschuss tätigt. Ein Meister der Granaten war zum Beispiel Thomas Hitzlsperger, der sich in England mit seinen Schüssen den Namen „The Hammer“ verdiente und bei seiner Zeit in Stuttgart mit einer Granate ein wichtiges Tor zur Meisterschaft 2007 beisteuerte. Obwohl ein Fernschuss für den Torwart lange ersichtlich ist und er es gut einschätzen kann wohin er fliegt, ist es trotzdem enorm schwer, eine Granate zu halten, denn der Schuss kommt mit sehr hohen Geschwindigkeiten aufs Tor und selbst wenn der Torwart noch an den Ball kommt, wird er in selten fangen können, sondern muss versuchen den Ball zu fausten.

Golden Goal war eine Regel in Fußballturnieren, die Anwendung fand, wenn in einem K.O.-Spiel nach 90 Minuten noch kein Sieger ermittelt werden konnte und es in die Verlängerung ging. Nach dem Vorbild des Eishockey-Sports wurde dann jene Mannschaft zum Sieger gekührt, die innerhalb der Verlängerung das erste Tor erzielte. Nach diesem Golden Goal war das Spiel zu Ende und der Sieger stand fest. Da diese Regelung aber zunehmend in Kritik geraten ist, da sich die Teams immer mehr auf das Verteidigen konzentriert haben als auf das Toreschießen, wurde die Golden Goal Regelung wieder abgeschafft.

Bei einem gestreckten Bein hält der angreifende Spieler sein Bein voll ausgestreckt und zieht es nicht zurück, während er in den gegnerischen Spieler beziehungsweise zum Ball in Richtung des gegnerischen Spielers grätscht. Da man mit diesem Verhalten jede Verletzung des Gegenspielers in Kauf nimmt, wird es als gefährliches Spiel geahndet und mindestens mit einer Gelben Karte bestraft. Grätscht man von hinten in den Spieler mit einem gestreckten Bein, gibt es fast ausnahmslos die rote Karte. Wenn man das Bein im Stand nach oben streckt um den anfliegenden Ball von oben herab anzunehmen, spricht man von einem hohen Bein.

Wenn ein Spieler ein gelbwürdiges Vergehen begeht oder es schon das mehrfache kleinere Vergehen innerhalb des laufenden Spiels war, kann der Schiedsrichter diesem Spieler zur Strafe eine gelbe Karte zeigen. Wenn ein Spieler innerhalb einer Saison 5 gelbe Karten bekommt, wird er für ein Spiel gesperrt. Nach einer gelben Karte muss der Spieler vorsichtiger sein, denn bei der nächsten gefährlichen Situation kann es sein, dass er eine gelb-rote Karte bekommt. Es gibt Fouls, bei denen man nur im Ermessen des Schiedsrichters eine gelbe Karte gezeigt bekommt und Vergehen, die zwingend eine gelbe Karte nach sich ziehen. Das sind zum Beispiel gefährliches Spiel und das taktische Foul sowie absichtliches Handspiel.

Wenn ein Spieler während des laufenden Spiels schon eine gelbe Karte bekommen hat und dann ein weiteres Vergehen stattfindet, für das er eine weitere gelbe Karte bekommen muss, so bekommt er zuerst die zweite gelbe Karte zu sehen und gleich danach die rote Karte. Man spricht in diesem Fall von einer Gelb-Roten Karte, welche zwar den sofortigen Platzverweis zur Folge hat, aber weit weniger schlimm ist als eine reine rote Karte, denn nach einem Spiel Pause darf der Spieler schon wieder am Spielbetrieb teilnehmen.

Gekicke ist meist ein abwertend gemeinter Begriff für ein nicht ganz ansehnliches Fußballspiel. Hier spielt man den Ball lieber in den eigenen Reihen hin und her als einen Zug zum Tor zu bekommen und sich offensive Torchancen herauszuspielen. Auch, wenn die Pässe nicht ankommen und kein schöner Spielfluss zustande kommen will, spricht man abwertend von lustlosem Gekicke. Das kann immer wieder mal vorkommen, wenn die Mannschaften einen schlechten Tag haben oder die Tabellensituation so ist, dass keine Mannschaft ein Risiko eingehen will, da man mit einem Unentschieden sehr gut leben könnte. Auch schlechte Platzbedingungen können ein Fußballspiel unansehnlich machen.

Gegenspieler sind im Fußball grundsätzlich alle Spieler der gegnerischen Mannschaft, somit hat jeder Spieler auf dem Platz 11 Gegenspieler. Doch man kann den Begriff auch einengen, indem man nur die direkten Gegenspieler eines einzelnen Spielers als solche bezeichnet. So hat ein Verteidiger zum Beispiel meistens einen direkten Spieler als Gegenspieler zugeordnet, den er im ganzen Spiel bewachen muss. Da die gegnerische Mannschaft die Positionen aber auch jederzeit austauschen kann, um Verwirrung zu stiften, verfahren viele Mannschaften mit einer Raumdeckung, wo man zwar auch noch einen direkten Gegenspieler hat, diesen aber nicht mehr die ganze Zeit decken muss.