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Es gibt Torhüter, die durch gute Antizipation und/oder Reflexen außergewöhnlich viele Elfmeter halten. Diese Torhüter werden dann im Volksmund Elfmeterkiller genannt. Dies trägt zum Vorteil des Torwarts bei, dass dieser einen gewissen Ruf hat, der auch bei den Elfmeterschützen bekannt ist. Diese sind dadurch oft etwas nervöser und haben dadurch eine größere Chance, zu versagen. Dieser Teufelskreis sorgt dafür, dass ein Elfmeterkiller oft sehr lange oder gar bis ans Ende seiner Karriere diesen Ruf hat.
Der beste Elfmeterkiller der Bundesliga-Geschichte ist Rudolf Kargus. Die Legende des HSV hielt von 70 Strafstößen 23 mal, so dass seine Quote mit über 32 % überragend war. Normal liegt die Erfolgschance, dass ein Strafstoß nicht über die Linie geht, bei ca. 20 %.

Die Europameisterschaft ist nach der Weltmeisterschaft das zweitgrößte Turnier, an dem Nationalmannschaften verschiedener Länder teilnehmen. Im Fall der Europameisterschaft, die auch kurz EM genannt wird, sind es Nationalmannschaften aus ganz Europa, wozu auch die Türkei zählt, obwohl sie zum Teil Asien angehört. Für die EM muss man sich über eine lange Qualifikation qualifizieren, wobei in mehreren Gruppen die Gruppensieger ausgespielt werden, welche sich dann direkt für die EM qualifizieren. Die besten Gruppenzweiten haben über einen Umweg auch noch die Möglichkeit zur Qualifikation. Die EM ist nur halb so groß wie die Weltmeisterschaft, es gibt 4 Gruppen a 4 Mannschaften, wovon alle Gruppenzweiten in die K.O. Phase eintreten. Im Gegensatz zur Europaliga, die für Vereinsmannschaften gedacht ist, gibt es bei diesem Turnier kein Hin- und Rückspiel.

Die Europaliga beziehungsweise Europa League ist ein internationaler Wettbewerb für Vereinsmannschaften. Es ist nach der Champions League der zweithöchste Wettbewerb auf internationaler Ebene und hat Teilnehmer aus allen Nationen, die der UEFA angehören. Man qualifiziert sich für die Europa League durch das Erreichen einer guten Platzierung in der nationalen Liga. Die Platzierung, die für die Europa League Qualifikation reicht, kann immer etwas schwanken und hängt von der UEFA 5 Jahreswertung ab. In der aktuellen Spielzeit der Bundesliga (2013/14) qualifizieren sich Platz 4 bis Platz 7 für die Europa League. Der vierte Platz hat die Möglichkeit, sich über eine Qualifikationsrunde für die Champions League zu qualifizieren, die Plätze 1 bis 3 sind sicher für die Champions League qualifiziert. In der Europa League wird in Gruppen- und K.O.-Phasen der Sieger ermittelt.

Jede Mannschaft darf auf der Auswechselbank 7 Ersatzspieler dabei haben. Darunter befindet sich immer ein Torhüter und 6 Feldspieler. Wenn im Kader zu viele Spieler verletzt sind, kann es auch mal vorkommen, dass man nur 6 Ersatzspieler oder weniger zur Verfügung hat, in der Regel werden dann aber die freien Plätze von Jugendspielern aufgefüllt. Ersatzspieler warten darauf, bis der Trainer ankündigt, jemanden einwechseln zu wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben sie meistens auf der Sitzbank sitzen und machen sich nach Anweisung des Trainers auf den Weg zum Aufwärmen. Wenn die Ersatzspieler nicht gleich zu Beginn der 2. Halbzeit eingewechselt werden, machen sie sich auch in der Regel während der Halbzeitpause auf dem Spielfeld warm.

Von einer englischen Woche spricht man im Fußball, wenn eine Mannschaft innerhalb von 7 Tagen 3 Spiele zu absolvieren hat. Dies ist für Mannschaften, die lediglich am Ligabetrieb teilnehmen, die Ausnahme. Vereine, die jedoch auch im DFB-Pokal und in einem Europapokal-Wettbewerb teilnehmen, haben des öfteren eine englische Woche. Der Name kommt daher, weil es in England statt 18 Vereine 20 Vereine in der Liga gibt und ein weiterer Pokal-Wettbewerb dazu kommt. Zusammen mit den Europapokal-Wettbewerben haben in England somit einige Mannschaften fast jede Woche 3 Spiele. Englische Wochen können für Teams, die dies nicht gewohnt sind, extrem belastend sein, sowohl körperlich als auch seelisch. Außerdem muss der Kader von der Größe und der Qualität auf englische Wochen abgestimmt sein, da man sonst bei der hohen Leistungsdichte im professionellen Fußball große Nachteile gegenüber Mannschaften haben kann, die nicht diesen Rhythmus zu stemmen haben.

Das Endergebnis ist jenes Ergebnis, welches nach der regulären Spielzeit und einer eventuellen Verlängerung inklusive Elfmeterschießen fest steht. Die Mannschaft, die mehr Tore als der Gegner erzielt hat, ist der Sieger. Hat kein Team mehr Tore als der Gegner erzielen können, spricht man von einem Unentschieden oder auch Remis. In einer Ausnahme kann es auch bei Toregleichstand einen Sieger geben, nämlich dann, wenn es sich um ein Spiel in einer K.O.-Phase eines Turnieres handelt. Hier gibt es teilweise Spiele mit Hin- und Rückspiele, wenn nach diesen beiden Spielen das Endergebnis zum Beispiel 2:2 lautet, gewinnt das Team, welches mehr Auswärtstore geschossen hat. Haben beide Teams je ein Spiel 2:0 gewonnen, gibt es eine Verlängerung.

Ein Elfmeterschießen tritt immer dann in Kraft, wenn in einem K.O.-Spiel kein Sieger ermittelt werden konnte und eine Entscheidung herbei geführt werden muss. Dies ist in der Regel nur in Turnieren die Folge und hier auch erst in der späteren Phase. Beim Elfmeterschießen treten von beiden Mannschaften 5 Spieler an und versuchen, den Ball vom Elfmeterpunkt mit einem Schuss ins Tor zu befördern. Wenn nach diesen 5 Schützen noch immer kein Sieger ermittelt werden konnte, treten nach und nach immer weitere, einzelne Schützen im Sudden-Death an. Ein Spieler, der während des Elfmeterschießens schon dran war, darf erst wieder einen Elfmeter ausführen, wenn alle 11 Spieler der Mannschaft schon dran waren.

Der Elfmeterpunkt ist ein Punkt, der sich in der Mitte der Breite des Strafraums befindet. Dieser Punkt liegt zirka 11 Meter von der Torlinie entfernt und dient als Stelle, an der ein Strafstoß beziehungsweise Elfmeter ausgeführt wird. Der Ball muss während des Strafstoßes nicht exakt in der Mitte des Punktes liegen, ihn aber zumindest berühren.

Der Elfmeter ist im Grunde ein Strafstoß, kann aber auch vorkommen, wenn kein spielerisches Vergehen vorher statt gefunden hat, zum Beispiel während eines Elfmeterschießens. Beim Elfmeter wird der Ball vom Elfmeterpunkt aus versucht, ins Tor zu befördern, wobei es einige Regeln zu beachten gibt. Der Elfmeter-Schütze muss den Ball mit einem Fuß in Richtung des Tores befördern, kann dabei aber auch auf seinen Mitspieler vorlegen, solange die Richtung eingehalten wird. Ab dem Moment, wo der Schütze den Ball berührt, darf der Torwart seine Torlinie verlassen und die anderen Spieler den Strafraum inklusive dem Teilkreis des Strafraums betreten. Der ausführende Spieler darf während seinem Anlauf abbremsen und den Torhüter damit täuschen, sobald sich aber das Standbein neben dem Ball befindet und er somit schussbereit ist, darf keine Täuschung mehr erfolgen.

Wenn der Ball während des Spiels über die Seitenlinie befördert wird, gibt es einen Einwurf. Einwurf hat immer die Mannschaft, die nicht zuletzt am Ball war. Bei einem Einwurf gilt es zu beachten, dass beide Füße zumindest mit einem Teil auf dem Boden bleiben und der Ball mit zwei Händen zurück ins Spielfeld geworfen wird. Bei der Wurftechnik ist außerdem darauf zu achten, dass der Ball in beiden Händen beim Start des Wurfes hinter dem Kopf gehalten wird. Aus taktischen Gründen nimmt meist ein Flügelspieler beziehungsweise Außenverteidiger den Einwurf vor, um auf dem Feld mehr Anspielmöglichkeiten zu haben und sofort nach dem Einwurf aus der taktischen Grundordnung heraus weiterspielen zu können. Nach einem Einwurf kann man direkt ein Tor erzielen und es kann kein Abseits geben.